Geht Wikileaks in die Schweiz?

In einem langen Interview mit dem Schweizer Fernsehsender TRS bestätigt Julian Assange, Gründer von Wikileaks, das Gerücht einer möglichen Verlegung von Wikileaks in die Schweiz. Seinen Ausführungen nach gibt es eine Überlegung das Projekt über eine Schweizer Stiftung zu tragen.

Grund sie vor allem die gefühlte Bedrohung seiner Person und seiner Mitarbeiter durch die amerikanischen Behörden. Dabei wurde vor allem als Beispiel die angeordnete Vernichtung der Irak-Protokolle angeführt durch das Pentagon. Laut Aussagen von Assange wurde damit gedroht diese Vernichtung auch zu erzwingen ohne näher auf die Methode einzugehen. Weiterhin habe es einige Vorfälle in Punkto Überwachung gegen Wikileaks in Australien, England und den USA gegeben die sehr schwerwiegend seien. So wurden von einem Mitarbeiter sämtliche Unterlagen bei der Einreise in die USA beschlagnahmt.

Julian Assange betont, dass zu Zeit nur drei Länder auf der Welt für Wikileaks sicher wären, und zwar Island, die Schweiz und Kuba, wobei letzteres nicht in Frage komme. Schweden, bisher aufgrund der Gesetze zum Schutz von Journalisten, wichtigster Standort für Wikileaks hatte Assange eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis verweigert. Grund ist ein schwebendes Verfahren aufgrund des Vorwurfes einer Vergewaltigung, die von Assange bestritten wird.

So bleibt die Schweiz als möglicher neuer Standort und gleichzeitig als Asyl. Mit dem Projekt soll es weiter gehen, denn nach eigenen Angaben hat Wikileaks unter Anderen noch rund 15.000 Dokumente aus Afghanistan.

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