Onlineumsatz rettet den Buchhandel

Der Buchhandel wurde durch den florierenden Online-Handel vor dem Schlimmsten bewahrt. Der klassische Buchhandel hat das Geschäftsjahr 2010 mit einem Minus von 2,8 Prozent beendet und das Weihnachtsfest war eine reine Katastrophe. Es gab im Bereich Büchern ein minimales Umsatzplus von 0,4 Prozent, doch dieses kleine Plus hat der Buchhandel dem E-Commerce zu verdanken.

Ein Minus von 7,3 Prozent erlitten die traditionellen Sortimente und dies allein in dem Monat Dezember. Die klassischen Buchläden haben es sehr schwer und der Markt scheint sich hier zu verschieben. Der Online-Handel kann sich über die Umsatzzahlen nicht beschweren. Bereits im Sommer 2009 konnte der Online-Handel ein Plus von über 12 Prozent verzeichnen. Nur circa jedes zweite Buch wandert heute über den Ladentisch. Insgesamt aber läuft der Buchmarkt dem Einzelhandel hinterher.

Eine Erklärung für die insgesamt negative Entwicklung ist, dass es nur wenige attraktive Titel gegeben hat. Die Bestseller “Deutschland schafft sich ab” und der neue Ken Follett (“Sturz der Titanen”) haben als Spitzentitel einfach nicht ausgereicht. 2010 verkaufte sich am besten die Belletristik, dazu gehören Romane. Bücher aus dem Bereich Spannung, der Marktanteil ist hier 33,8 Prozent. Einen Umsatzeinbruch gab es im Bereich Comic, Cartoon, Humor, Satire, der Marktanteil liegt nur noch bei 6,9 Prozent.

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