Swatch Group – Gelassen aus der Krise
Noch vor einem Jahr fühlten sich trotz einigermaßen gut überstandener Krise die Finanzmärkte nach wie vor an wie ein flauer Verdauungstrakt nach einer Magen-Darm-Grippe inklusive Achterbahnfahrt: Es geht ja wieder, aber bloß nichts überstürzen, erst einmal das Schiff in den sicheren Hafen bringen.
Heute sieht die Sache schon wieder ganz anders aus, man besehe sich nur einmal die Halbjahresbilanz des schweizerischen Unternehmens der Swatch Group: Die konnte im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzplus von 22,2% verbuchen, was einen Anstieg des Umsatzes auf 3,031 Mrd. Fr. bedeutet. Sicherlich ist ein solcher Wert immer kritisch zu sehen, denn es gibt äußerst umsatzstarke Unternehmen, deren Reingewinn niedriger ausfällt als der der privaten Tankstelle um der Ecke.
Die Swatch Group indes kann sich nur schwerlich beklagen: Der Reingewinn betrug dieses Halbjahr 465 Mio. Fr. was ein Plus von 54,5% bedeutet, der Betriebsgewinn stieg gar um 81,4% auf 626 Mio. Franken. Die private Tankstelle, die einen solchen Gewinn generiert, muss mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch erfunden werden. Damit ist die Swatch Group wohl nicht mehr im sicheren Hafen. Sie ist schon wieder auf der Handelsroute unterwegs. Oder sollte man besser sagen: Auf der Erfolgsroute?
Die Swatch Group will diesen Kurs jedenfalls halten und erwartet auch für die zweite Hälfte des Jahres „ein starkes Ergebnis im Umsatz wie im Gewinn“. Man darf also gespannt sein.
Mehr News zu Wirtschaft und Politk auf newsandmarkets.de
Filed Under: Wirtschaft
Tags: Swatch
Kommentare
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen