Klage gegen Middelhoff

Auf den früheren Karstadt (Arcandor) Manager Thomas Middelhoff und einige weitere ehemalige Führungskräfte des insolventen Kaufhauses könnten schwere Zeiten zukommen. Laut NTV wird derzeit eine Klageschrift mit einem Schadensersatz in Höhe von 175 Millionen Euro vorbereitet.

Der Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg deckte bei seiner Arbeit während der Insolvenz gravierende Fehler einiger ehemaliger Führungskräfte auf. Speziell der Verkauf zahlreicher Karstadt Immobilien mit einer anschließenden Anmietung der Räume zu überhöhten Mieten wird dabei besonders kritisch gesehen, wobei die Gebäude zudem zu Preisen verkauft wurden, die weit unterhalb des Wertes lägen. Weiterhin heißt es, Middelhoff und seine Kollegen hätten den von Urban eingefädeltem Deal bewusst in Kauf genommen, obwohl sie von diesem Nachteil gewusst hätten. Als Konzernspitze seien sie verpflichtet gewesen, den Verkauf/Miete zu prüfen und dementsprechend zu reagieren.

Der Verkauf der Karstadt Immobilien sei ein Hauptgrund für die anschließende Insolvenz der Warenhauskette und als verantwortungsvolle „Chefs“ hätten die ehemaligen Verantwortlichen eine besondere Rolle bei Karstadt gespielt. Middelhoff selbst wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern.

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