BP unter Druck

Seit dem Untergang der Ölplattform Deepwater Horizon leistete der britische Ölkonzern bereits über 52.000 Zahlungen an Kläger, die durch die Umweltkatastrophe verursacht worden waren. Bislang eher eine kleine Summe von knapp 170 Millionen US Dollar, die im Vergleich zu den 3,5 Milliarden US Dollar, die die Katastrophe bislang auslöste noch aus der Portokasse des Ölmultis zu begleichen ist.

ABER, die Spekulationen für eine Übernahme durch die Konkurrenz wie Exxon oder Chevron mehren sich und so soll sich Exxon bereits durch die US Regierung das OK für eine eventuelle Übernahme von BP kartellrechtlich abgesichert haben.
BP benötigt schnell Geld und so fängt man an Teile des Konzerns zu veräußern, um liquide zu bleiben, wobei auch die Dividendenzahlungen erst einmal ausgesetzt wurden. Interessant wird der 27.Juli 2010, das ist der Tag, an dem der britische Ölkonzern seine Quartalszahlen veröffentlichen will und je nachdem wie gut oder schlecht diese ausfallen, desto interessanter wird das einst so stolze Unternehmen für die Übernahmekandidaten. Weiterhin besteht die Frage, ob die britische Regierung eventuell das Unternehmen mit Notkrediten stützen wird, da BP der größte Arbeitgeber ist und durch seine zahlreichen Ölfelder auf lange Sicht sicherlich rentabel ist.

So verhandelt die Konzernspitze mit dem US Unternehmen Apache über Teilverkäufe der Bohrrechte, die BP u.a. in Alaska und Nordamerika inne hat.

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