Abstufung Irlands durch Ratingagentur Moodys
Die Ratingagentur Moody’s hat Irland von Aa1 auf Aa2 herabgestuft, was bedeutet, dass die Kredite für Irland teurer werden. Begründet hat das die Ratingagentur damit, dass das Wirtschaftswachstum sich aufgrund der Finanz- und Immobilienkrise erheblich verlangsamt hat. Der Schuldenstand Irlands sei bis zum Ende des Jahres 2009 bis auf 64% des BIP (Bruttoinlandsprodukt) gestiegen, wobei vor der Finanzkrise sie bei 25% gelegen hätten.
Dennoch ist eine weitere Herabstufung in absehbarer Zeit nicht in Sicht und das Rating der Iren stünde um einiges besser da, als das der Länder wie Portugal (A1), Spanien (AA) oder gar Griechenland (Ba1).
Spanien ist kurz nach der Krise ebenfalls in eine prekäre Finanzsituation gekommen, da zahlreiche Immobilienvorhaben durch die Käufer nicht mehr finanziert werden konnten. So wurde in der Nähe von Madrid eine ganze Wohnanlage geplant und teilweise mit EU Mitteln realisiert, die nun die ursprünglichen Käufer nicht mehr bezahlen können. Die Banken bewilligten den ahnungslosen Immobilienkäufern die Kredite, obwohl sie für den Kauf kein Eigenkapital zur Verfügung hatten. 100% der Kaufsumme wurden so finanziert.
Durch Arbeitslosigkeit und steigende Raten konnte kaum einer der Käufer die fälligen Beträge ausgleichen, sodass mehr als 90% der Eigentumswohnungen zwangsversteigert werden. Mit den gesunkenen Immobilienpreisen stiegen dementsprechend die Verluste der Kreditinstitute, die die Investition angestoßen hatten. Ähnlich wie in den USA mussten und müssen einige Banken Insolvenz anmelden, woraufhin der Staat Spanien immense Kredite aufnehmen musste, um Schlimmeres zu verhindern.
Filed Under: Wirtschaft
Tags: bankenkrise, Immobilienkrise, Spanien
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